Out of the Dark Tour

Hi folks,

 

gestern abend war ich mal wieder auf nem Konzert/Event, genauer gesagt war ich in Karlsruhe in der Substage beim Auftaktabend der Out of the Dark-Tour.

Bevor ihr weiterlest: Wenn ihr die Chance habt, hinzugehen – TUT ES! Das war echt Power pur!

Die Out of the Dark-Tour ist eine gemeinsame Tour von 5 Bands – Headliner sind Van Canto und Tristania, dazu kommen Serenity, Xandria und Amberian Dawn. Ich weiß jetzt nicht, ob euch die Namen soviel sagen, daher hier eine kurze Vorstellung (in die Vorstellung fließt schon immer ein Eindruck allgemein und von gestern Abend ein, nicht wundern):

Van Canto

Van Canto ist Van Canto – klingt komisch, ist aber so (oh ja den Spruch wollt ich schon lang mal in dem Blog bringen). Die Band besteht aus 6 Mitgliedern:

  • Dennis (“Sly”) – Leadsänger
  • Inga – Leadsängerin
  • Stef – Hoher Gitarrengesang
  • Ross – Tiefer Gitarrengesang
  • Ike – Bassgesang
  • Basti – Drums

Ja, richtig gelesen: Nur Sänger und Drummer – machen aber Metal der feinsten Art (selbst so genannter “Hero Metal”, Manowar-like), und zwar per A capella – weltweit die einzigen. Van Canto hat zwischenzeitlich 4 Alben, jedes mit vielen Eigenkompositionen und mehreren Covern (dabei: “A Bard’s Song” von Blind Guardian, “Master of Puppets” und “Battery” von Metallica, “Kings of Metal” und “Master of the Wind” von Manowar…) – und das mit einer Power und auf eine Art, das ist unvergleichlich… Van Canto wird auch von den Kollegen hoch geschätzt, so wurde das 3. Album im Studio von Blind Guardian aufgenommen, außerdem wirken immer wieder Gastmusiker mit – öfter auch bei einem gecoverten Song der Originalsänger.

Hier ein paar Videos, wie sich das denn so anhört:

Seller of Souls:

Lost Forever:

The Mission:

Battery:

Die Band war auch schon auf der Wakken-Hauptbühne und wurde nach dem Auftritt von Metalfans (die VC vorher nicht kannten) gefragt von wem denn The Mission gecovert wäre – dabei ist das eine Eigenkreation ;)

Van Canto war wieder so kraftvoll und genial wie immer, und hat einen schönen Mix aus allen Alben gebracht, dabei natürlich auch ein paar Cover – ich glaube es standen Wishmaster, Primo Victoria und Rebellion auf der Liste… Was auch nicht schlecht war – man hat gemerkt dass es der erste Auftritt zu einer Tour zu einem neuen Album ist – es kamen zwischendurch Textfehler hoch :D Außerdem gab es auch technische Probleme, wie zB dass Bastis Monitoring nicht gepasst hat (er hat auf Kopfhörer umgestellt und die Lautstärke beim Drummen einfach mal nebenher angepasst… ^^) oder dass Slys Mikro ausgefallen ist – bei nem Lied wo er Leadstimme hat. Was machen? Bei Van Canto wird das Lied trotzdem gesungen, die Fans singen Slys Part, und er geht währenddessen Crowdsurfen :D

Kleiner Insider, auch als Erinnerung: Ich hab vor kurzem bei EMP ein neues Hemd gekauft, Stef hatte gestern genau das gleiche an (wohl auch den Rest der Tour) – war schon im Video von Seller of Souls zu sehen, da ist es mir aber nicht so aufgefallen :D

Tristania

Tristainia macht Gothic Metal, mit Einflüssen aus der Death Metal Szene, wie ich finde. Über die Band an sich kann ich wenig sagen, da ich nur die neue Besetzung kenne, die bei den Fans anscheinend nicht gut angenommen wird.

Auf der Bühne waren 2 Gitarristen, ein Bassist, eine Sängerin, ein Sänger (der auch mal mit der Akkustikgitarre kam), ein Keyboarder (einzigstes verbleibendes Gründungsmitglied) und ein Drummer. Dadurch, das Bassist und einer der Gitarristen ebenfalls mitsingen (bzw Growlen), kommt ein recht krasser, mächtiger Sound rüber, der durch die Kontraste der harten Gitarren und dem melodischen Keyboard und dem tiefen Growlen und dem hohen Gesang der Sängerin (wobei die auch tief und böse sein kann) wirklich recht vielschichtig ist.

War nicht ganz so mein Fall, aber joa, schlecht auch nicht unbedingt. Krass fand ich, wie sorglos die Sängerin und der Sänger (der mit der Akkustikgitarre) manchmal einfach von der Bühne maschiert sind, um nachher wiederzukommen… was soll das denn? Da ist ne Band, die ich sehen will, nicht nur einzelne Mitglieder… wenn man nix zu tun hat kann man doch wenigstens das Publikum antreiben…

Serenity:

Wiener “Symphonic Metal” – sehr geil ;) Auf der Bühne waren ein Gitarrist, ein Bassist, ein Keyboarder, ein Drummer und ein *Sänger* – den beton ich weil er einfach präsent war. Der Mann kam auf die Bühne und *war da*.

Anscheinend war der Gitarrist ein spontaner Ersatz für den eigentlichen, keine Ahnung warum, aber es klang alles so gut, da war nichts schlecht dran :D Die 5 waren echt klasse – eine Power auf der Bühne, und der Sänger hat eine Stimme, hammer (ich hab n Faible für gute männliche Sänger die nicht growlen müssen). Ganz geil war auch, dass bei manchen Liedern einfach mal alle Instrumente kurz verstummt sind und die Band a capella-mäßig reingehauen hat – alle außer dem Gitarristen Backgroundvocals, der Sänger seinen normalen Part. Ein Klang, der HAMMER!

Die Herren hatten auch ne Gastsängerin dabei, deren Namen ich leider nicht gehört hatte… auch ne nette Sache, und die beiden haben nicht nur zusammen gesungen sondern auch noch etwas Show gemacht, was leider nicht mehr 100% Normalität ist.

Auch hier gibts erstmal n Video, und zwar Velatum – einer der Tracks mit a capella-Einlagen:

Xandria

Die 4. im Bunde sind Xandria. Zu denen ist eigentlich nicht so viel zu sagen, auch wenns doof klingt: Stellt euch die alten Nightwish-Lieder vor, und theoretisch habt ihr Xandria. War echt gut, trotz allem – und auch sehr charismatische und gutaussehende Sängerin da vorne.

Amberian Dawn

Die Opener – leider mit ein paar Schwächen. An sich auch nicht schlecht, ähnlicher Stil wie Xandria, wenn auch mehr Melodik dabei war – aber nicht sooo viel mehr ;) Kritikpunkte war die eher schwache Sängerin (kam nicht gegen die Gitarren an, man hätte sicher was im Mixing ändern können, aber dann wären entweder die Instrumente zu leise gewesen oder sie zu laut – ihre hohen Töne waren so schon recht “drückend”) und dass die beiden Gitarristen getrennt zu hören waren, einer aus der linken und einer aus der rechten Box – dadurch hab ich auf der rechten Seite der Halle leider vom Linken wenig gehört und n paar Freunde mit Ohrstöpsel wirklich gar nix – sehr schade, waren paar nette Soli dabei.

Was auch irgendwie schade war, war die Reaktion des Publikums (ja, auch von mir – ich schäme mich auch). Die Frau und die Männer haben da vorne alles versucht, um Action bei uns hervorzuholen – und kaum jemand hat reagiert. Vor allem die Sängerin, die immer wieder zum mitklatschen angeregt hat, und passiert ist einfach nichts… aber naja, Opener bei nem Konzert wo die Leute auf die Bands warten, die ganz am Ende kommen – die armen Mitglieder von Amberian Dawn…

Das Konzert

Zum Konzert an sich noch ein paar Sachen… angegebener Einlass war 17:30, um 18 Uhr gingen endlich die Türen auf – und dann waren wir erstmal noch Zeugen der Soundchecks. Die Menge kam nicht von Anfang an, viele Leute kamen erst zu Tristania – daher war am Anfang immer schön Platz, aber nachher wars halt wie es normal ist. (Man konnte sich noch bewegen)

Die Substage ist jetzt keine schlechte Location, und da sie soweit ich weiß “no Profit” machen bei den Tickets achten sie eben auch darauf dass man Getränke und ähnliches bekommt, Belüftung und Akkustik waren gut, und wenn man zu viel hatte konnte man in der Halle nach hinten hinter einen Vorhang und da beim Merch-Stand abhängen, war recht angenehm.

Die Reihenfolge der Bands hat auch gepasst, soweit ich weiß war die nach Bekanntheit ;) Theoretisch hätte man für mich auch Serenity nach Tristania bringen können, aber so war auch gut – die Reihenfolge war folgende:

  1. Amberian Dawn
  2. Xandria
  3. Serenity
  4. Tristania
  5. Van Canto

Kleiner Kritikpunkt war die Technik – nach jeder Band musste erstmal wieder alles eingestellt werden, trotz Soundchecks am Anfang. Und wie oben geschrieben gab es bei Van Canto mehr Probleme, aber die kommen mit sowas zurecht :)

Außerdem ein Kritikpunkt: Keine Zugaben (ok, Van Canto hat ein Lied gebracht, aber das wars)! Nach jeder Band wurde sofort auf der Bühne umgebaut, das Publikum hat aber auch nie nach Zugaben gerufen… außer bei Van Canto – und die konnten/wollten nicht, weil die anderen Bands sich allesamt an den Zeitplan gehalten haben (passiert ja normal seltenst) und damit VC sich auch dran halten wollte. Schade eigentlich, hätt ich das gewusst hätt ich bei allen anderen gebrüllt, nur damit Van Canto sich mehr Zeit nimmt.

Was auch nicht schlecht war: Die meisten Bandmitglieder der meisten Bands sind total locker und entspannt im Publikum rumgelaufen und haben auch Autogramme verteilt und so… Ross und Basti hab ich z.B. bei Amberian Dawn Stimmung machen sehen – so Hautnah an den Leuten zu sein ist immer was cooles.

Insgesamt wie gesagt ein richtig geiler Abend, und durch die geile Lage in Karlsruhe (die anderen Leuten nichts bringt, weiß ich) auch gut zu erreichen. Ich sprech eine 100%ige Empfehlung aus – hingehen! Aber nicht in Prag, da ist ausverkauft, und nicht in Paris, da hats der Veranstalter gecanclet. Die Tourdaten findet man (unter anderem) auf der Van Canto-Website

Falls ihr hingeht wünsch ich euch viel Spaß, ansonsten sag ich nochmal “Ihr verpasst echt was!!!”

So long ;)

5 Kommentare zu “Out of the Dark Tour”

  1. Petra sagt:

    Hey geiler Bericht!!! Gertoffen!!!
    Danke dafür!
    Petra

  2. Kabarakh sagt:

    Danke dir für den Kommentar ;)

  3. Alisa sagt:

    Hammer, hätte sich doch gelohnt hinzugehen :D
    Danke für den ausführlichen Bericht, als wenn man selbst dort gewesen wäre
    Grüße Alisa

  4. Anex sagt:

    Amberian Dawn was only as weak as the cards they were dealt.

    The singer could not hear herself, nor could the keyboard player. The lighting was TERRIBLE and the sound tech was awful as well for this band. They did not get a proper sound check (when they let people in they were trying to have a sound check) and had to cut their playlist because of it. On top of that the vocalist was unable to move much as she didn’t even have time to finish dressing (her corset was open)!

    I was very glad to hear/see video from Prague where it was actually POSSIBLE to hear Heidi (the singer) and Tuomas (keys).. and it was more of an accurate representation.

    Anyway I really recommend that people check out Amberian Dawn as they are worth investigating and are much better than what was seen at substage.

    The way AD was treated was my complaint of the night, I also found that van Canto played a bit too long…

  5. Kabarakh sagt:

    Hey Anex,

    as I said: The poor people from Amberian Dawn. I know that my “review” wasn’t that good, but I know that there were technical problems (and I didn’t know about the clothing issue… but I was there during the soundcheck, and if I recall right, I even got the soundcheck from Xandria which was before AD’s), so I don’t really blame the band… It could have been that I would have liked it better if the issues about the singer not hearing herself (and thus maybe increasing the hearability for the audience) hadn’t been there… but you’ll never know, except if there is another Out of the Dark-Tour in Karlsruhe ;)

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