Navigation

Die Saga des Schwarzen Drachen


Kapitel-Schnellwahl:
Teil 1: Der Drache und die Menschen
Teil 2: Der Krieger
Teil 3: Der Kampf der Göttin
Teil 4: Das Zeichen
Teil 5: Der Kampf im Schloss
Teil 6: Gebrochener Stolz



back to top

Der Drache und die Menschen

Über Menschen hab ich immer nur gelacht
kam mir einer zu nahe besiegte ich ihn mit meiner Macht
reizte mich einer, so setzte es Rache
Ich bin der mächt'ge, der schwarze Drache

Auch die Kriege der Menschlein interessierten mich nicht
Da hielt ich mich raus, ganz einfach und schlicht
Nur bei Hunger, da schlug ich zu
Nach 2 bis 3 Menschen gab der Magen Ruh'

Die Menschen waren mir nichts wert
Was machen mir Speere, was ein Schwert?
Doch als ich 'nen Imperialen fressen wollt
war mir mein Glück dann doch nicht hold...

Überall konnt' ich Ballisten seh'n
ihr Ziel war für mich nicht zu versteh'n
und so konnte ich mich nicht retten
und wurde gefesselt mit schweren Ketten

Gefoltert und dem Tode nah
bewegungslos, so lag ich da
in einem See aus meinem Blut...
die Schwäche steigt, es sinkt der Mut

Ich höre es: Die Union
kämpft um die letzte Burg hier schon.
Doch das Imperium ist viel zu stark,
niemand es aufzuhalten vermag.
back to top

Der Krieger

Plötzlich öffnete sich das Tor
und ein junger Krieger kam hervor.
Er stellte sich vor mich, hob seine Klinge
doch stieß er nicht zu, und ich bemerkte ein paar Dinge...

In seinen Augen stand unbändige Wut,
teils auf mich, doch nicht nur... und ich roch Blut...
Es tropfte von seinem Rücken auf den Boden aus Stein
und die Menge des Verlustes war nicht klein

Dennoch wollte ich schon aufgeben,
total abschließen mit dem Leben.
Er hielt die Klinge wie über einem altersschwachen Tier,
fragte mich nun aber nach der Rettung, einem Pakt zwischen ihm und mir.

Mit einem Menschlein einen Pakt?
Für mich ein fast umöglicher Akt...
Doch war dies eine große Not,
ich konnte wählen zwischen ihm und dem Tod.

Aprupt wurden wir gestört,
wir hatten die nahen Imperialen nicht gehört.
Diese hatten nun nicht mehr lange zu leben,
wie der Krieger kämpft, durfte ich nun erleben.

Er kämpfte sich durch ihre Reihen wie der Blitz,
gegen ihn waren die Soldaten echt der Witz.
Schließlich kam er zurück zu mir
und ich verspürte eine unbändige Gier...

Auf den Pakt ging ich nun ein,
denn er, er musste der richtige dafür sein.
In diesem Moment hab ich nur eins gedacht:
"Wir werden eine unbesiegbare Macht!"

Er griff sich an sein Herz,
tief in seinem Körper; Ich fühlte den Schmerz...
Schnell vereinigten wir unsere Leben;
mein Körper begann vor Kraft zu beben...

Die Wunden verheilten, bei ihm wie bei mir
und die Fesseln rissen wie Papier.
Er stieg auf meinen Rücken, erhaben wie auf einem Schimmel
und zusammen erhoben wir uns in den weiten Himmel.
back to top

Der Kampf der Göttin

Endlich wieder in der Luft...
Ich genoss des Tales Duft.
Nur leider ging es in den Krieg,
mein Partner hoffte auf nen schnellen Sieg.

Die Imperialen mussten wir schlagen,
Angriffe gegen Armeen wagen.
Denn die Schwester des Kriegers muss leben,
auch darf es ihre Entführung nicht geben.

Sie ist die Göttin, Siegel der Welt,
die, die das Gleichgewicht aufrecht erhält.
Fällt sie, so ist das Ende nah...
Zerstörung, wie sie keiner sah.

Um ihr zu helfen, gibt es der Siegel drei,
nehmen ihr den Druck, machen die Göttin frei.
Die Union gab einst das Versprechen
dass diese Siegel niemals brechen.

So erzählte mein Partner auf dem Weg zur Schlacht,
in schnellem Fluge ging es durch die Nacht,
da erschienen, zum Fliegen geschaffen,
große, gefährlich aussehende Waffen.

Diese eroberten Land um Land,
doch mir hielten sie einfach nicht stand...
Waren aus Stoh und Holz, also kein Wunder,
dass die Dinger brannten wie Zunder.

Hunderte endeten auf dem Grund,
chancenlos gegen Feuer aus meinem Schlund.
Da, plötzlich - Tumult am Schloss!
Mein Partner sich zur Umkehr entschloss.

Ein weiterer Angriff war im Gang,
wir mussten dafür sorgen, dass er nicht gelang.
Hunderte Soldaten streckten wir nieder,
Feuerregen auf Armeen, wieder und wieder.

Schließlich standen wir am Tor,
mein Partner rückte zu Fuß weiter vor.
Um ihm zu helfen war der Weg zu klein,
also musste er gehen - ganz allein...
back to top

Das Zeichen

Während der Held zum inneren Tor rannte
es ihm auf der Zunge brannte.
Außerdem seine Stimme in meinem Kopf erklang;
mir war klar, dass ich seine Gedanken empfang.

So erfuhr ich auch, wie sein Name ist:
Caim, ein Name den man niemals mehr vergisst...
Doch gab es noch eine kleine Sache
für den Pakt zwischen Mensch und Drache:

Ein Zeichen des Paktes brennt sich ein,
der Ort dafür soll immer das sein,
was der Mensch für das Wichtigste hält,
was ihn auszeichnet auf der Welt.

Durch das Brennen auf der Zunge
kam keine Sprache mehr aus seiner Lunge;
ab nun war Caim die absolute Stille,
obwohl er sprechen wollte mit vollem Wille.

Das wusste Caim vorher leider nicht,
dass seine Stimme wegen des Paktes bricht.
Doch müssen die Menschen eben was geben,
wollen sie im Pakte leben.

Dafür erkannten wir nun alle Gedanken,
die sich im Kopf des anderen ranken.
Noch dazu hörten wir es laut und klar,
wenn ein anderer Paktierender in der Nähe war.

Dies alles brachte ich Caim nun bei,
doch ihm war das einerlei...
Er wollte nur seine Schwester retten
aus den imperialen Ketten.

Also fing er an zu rennen,
seine Wut drohte ihn zu verbrennen,
als er ins Innere des Schlosses eindrang
und der Kampf um sein Leben begann.
back to top

Der Kampf im Schloss

Höher und höher durch die Gänge
kämpft sich Caim, ganz gleich wie enge
der Weg wohl wird, denn er hat Kraft,
mit der er alle Gegner schafft.

Auch ich da draußen blieb nicht allein,
weitere Soldaten drangen auf mich ein.
Beim Anblick derer sank mir leicht der Mut,
denn ihre Augen waren rot wie Blut.

Caim im Schloss das gleiche sah,
und sofort wurde ihm klar,
dass er sich wohl beeilen muss,
sonst ist mit dem Leben der Göttin Schluss.

Letztendlich kam er zu dem Raum
in dem die Göttin lebte wie im Traum.
Allein gelassen war sie da,
bis auf einen, der Inuart war.

Einst ist er ihr Verlobter gewesen,
doch dann hat ein Priester in ihrer Seele gelesen,
dass ihr das Siegel aufgebunden,
dass sie durch diese Pein geschunden.

Inuart schwor sich sie zu schützen,
auch als Unterhalter wollt er ihr nützen,
denn Barde war er, ein guter Mann,
der singen, wie auch kämpfen kann.

Als er und Caim da oben waren,
da waren wir drei uns im Klaren,
dass nun der Göttin gekrümt kein Haar,
so gut die Schwertkunst der Freunde war.
back to top

Gebrochener Stolz

Die Göttin war sicher, doch die Räume verbrannt,
und jeder, Mensch wie ich, hat erkannt
dass wir mussten weg vom Schloss.
Die andern wollten mich reiten wie ein Ross...

Sie wollten fliegen zu den Elfen,
denn die sind neutral und helfen,
wer nicht kämpfen will und Zuflucht braucht,
wen der Krieg doch zu sehr schlaucht

Zu Fuß und Pferde war es zu weit
und Caim erklärte sich bereit,
seine Freunde auf mich drauf zu setzten...
Dies würde meinen Stolz verletzen!

Ich bin ein Drache und kein Pferd,
das hab ich Caim auch schnell erklärt,
wie konnte er so einfach glauben,
dass ich würd den Ritt erlauben?

Er glaubte, es würde Probleme geben,
die Göttin würd die Ankunft nie erleben
was gebe dann der Welten End,
das Chaos, wie es keiner kennt

Caim wollt den Untergang nicht sehn
und zu Fuß würd es nicht gehen
Also musste ich die Göttin tragen,
ohne meckern, ohne klagen

Damals hätt ich nie gedacht,
was für nen Pakt man alles macht.
Ich musste meinen Stolz aufgeben,
und Haut an Haut mit Menschen leben

Die Göttin tragen in Ordnung war
doch was dann auch noch wurde klar:
Inuart musste mit uns gehen
immer neben der Göttin stehen

Ohne ihn wollt keiner starten,
und ohne auf meinen Entschluss zu warten,
half Caim dem Freund, auf mir zu sitzen
ohne zu achten auf meiner Augen Blitzen.